Vortrag Greenwashing schadet der Umwelt
„…irreführende Kommunikationspolitik, um eine falsch positive Wahrnehmung von Umweltleistungen eines Unternehmens hervorzurufen…“ GREENWASHING ist überall! Aber GREENPEACE auch!
SchülerInnen des AUL2 und 3 waren Teil der Veranstaltung „Greenwashing schadet der Umwelt!“ in Höchst, veranstaltet von der „alten Stuhlfabrik“, durchgeführt von Greenpeace Österreich.
Mit jedem Griff ins Supermarkt-Regal treffen wir eine Entscheidung. Mehr und mehr Menschen treffen diese Entscheidungen auch aus Sorge um die Umwelt, das Klima, die Meere, das Artensterben, die Entwaldung und wünschen sich nachhaltige Produkte.
Manche Produzenten oder Händler nehmen viel Geld in die Hand, weil sie dieselben Sorgen haben und bemühen sich, Beschaffung, Produktion und Vertrieb ihrer Waren nachhaltig, regional und sozial zu gestalten. Sie wählen Lieferanten aus der Region oder ökologisch produzierte Rohstoffe, reduzieren den Energieverbrauch der Herstellung, der Verpackung, des Transportes.
Viele Produzenten und vor allem der Handel jedoch nehmen viel Geld in die Hand für Werbung, die ihre Waren „grün“ erscheinen lassen, ohne dass eine substanzielle Umweltleistung dahintersteht!
Lt. EU-Kommission sind 53,3% aller umweltbezogenen Behauptungen irreführend oder vage (Studie 2020):
- Ohne Nachweis bzw. sehr allgemein formuliert es gibt keine gesetzliche Regelung für den Begriff „klimaneutral“;
- FalscheLabels, resp. Öko-Zertifikate Unternehmenseigene oder „gekaufte“ Gutachten;
- Auffällige Lobby-Tätigkeiten, Intransparenz, versteckte Kompromisse;
- irrelevante Aussagen Leistungen, die bereits Gesetz sind, werden als eigene Umweltleistung deklariert;
- einzelne nachhaltige Produkte werden angeboten, aber keine umweltzerstörenden aus dem Sortiment genommen;
- …
Greenwashing ist gefährlich, denn …
- es lässt uns in dem Glauben, dass wir das Richtige für die Umwelt tun;
- es lässt uns falsche Produkte einkaufen;
- wir KonsumentInnen verlieren den Glauben an echte Lösungen;
- Unternehmen, die sich aufrichtig bemühen, verlieren ebenfalls ihre Glaubwürdigkeit;
Auch Umweltzertifikate halten nicht, was versprochen wird:
- Deren Umsetzung ist zu schwach und nicht transparent;
- sie verbessern das Image von umweltzerstörenden Risikorohstoffen und stimulieren eine Nachfrage nach diesen;
- sind meist von den größten Industrien initiiert und nicht von regionalen KMU´s
- und sollen vor allem echte gesetzliche Regelungen verhindern!
Kompensation hilft nicht!
- Das Kaufen von CO2 Zertifikaten senkt nicht den Verbrauch von umweltzerstörenden Materialien;
- es verhindert, dass in Entwicklungsländern eine eigene Wirtschaft entstehen kann.
- Kompensationen („Offset“) sind die raffiniertesten und zynischsten Formen des Greenwashing!
Melden wir Greenwashing an den „Verein für KonsumentInnen-Information“:
Wir sind nicht nur KonsumentInnen, sondern auch Bürger! Wir müssen nicht nur unser Einkaufsverhalten ändern, sondern auch aufstehen gegen die täglichen Fake-Ad´s!
Fakten:
- Durchschnitts-CO2-Emissionen eines/einer InderIn: 1,78 t pro Jahr ÖsterreicherIn: 7,3 t pro Jahr!