Exkursion zur HEAD Sport GmbH in Kennelbach

Am Mittwoch, den 12. April, durfte die 4ba die HEAD Sports GmbH in Kennelbach besichtigen. Claudia Bihl der Human Resources Abteilung organisierte einen einleitenden Vortrag über das Unternehmen. Anschließend fanden Führungen in die Tennis- und Skiproduktion statt.

1947 begann der US-Amerikaner Howard Head mit der Entwicklung des ersten aus Metall gefertigten Skis. Im Dreiländereck fand er den idealen Standort für die Produktion und den Absatz. Mittlerweile sind 360 Mitarbeiter in Kennelbach angestellt, weitere in Wien Schwechat und Tschechien. Umsatzeinbußen hat die HEAD Sport GmbH während der Coronazeit und des russischen Angriffskriegs keine, denn der Outdoorsport hat sich gesteigert und die Produktion findet großteils im sicheren Tschechien statt. Im Jahr 2022 belief sich der Umsatz daher auf 436 Mio. Euro.

Thomas gab der 4ba einen äußerst interesssanten Einblick in die Produktion eines Tennisschlägers. Sie begann mit der Zerreißprobe von Karbonfasern. Je nachdem, in welche Richtung sie von den Schülern gezogen wurden, hielten oder rissen sie. Anschließend durften sie das Kühllager betreten, in dem die Karbonfasern vor dem Austrocknen geschützt werden. Lazar zeigte dann, wie aus einem Flickenteppich aus Karbon- und Glasfasern ein Tennisschläger entsteht. Er wurde zuerst auf einen Schlauch und anschließend an eine Vorform geklebt. Bei 150 Grad wurde der Tennisschläger dann "gebacken". 

Bei der Schätzung des Gewichts eines Tennisschlägers lagen die Schüler daneben - lediglich 300 Gramm wiegt er. In weiteren Schritten wurde der Tennisschläger geschliffen, mit Löchern im Rahmen sowie einem Griff versehen und bespannt. Viele namhafte Tennisspieler verwenden HEAD Tennisschläger, darunter Novak Djokovic. Er bekommt 8 Schläger pro Turnier, insgesamt 150 pro Jahr!

 Andreas führte durch die riesige Skiproduktion - dabei werden "lediglich" 70.000 von den insgesamt 500.000 Skiern in Kennelbach produziert. Step by step zeigte er, wie ein Ski entsteht. Es begann mit dem Holzkern, z. B. aus Buche oder Esche. Anschließend wurden die farbigen Seitenwangen aufgeklebt, die Kernkurve gehobelt und alle Bauteile in einer Form geschichtet. 

 Durch Pressung und Erhitzung hielten sie zusammen. Nachdem der Ski abgekühlt war, bekam er die Skispitze und den Endenschutz montiert. Zu guter Letzt wurden Kanten und Belag geschliffen und poliert. Die neuen Ski in türkisblau waren ein echter Hingucker - am liebsten hätte sich jeder ein Paar mitgenommen.

 

Zurück