Doppelmayr Seilbahnen: Aufstieg in die Zukunft der Mobilität
Im Rahmen unserer Exkursion (4ba) hatten wir die einzigartige Gelegenheit, einen interessanten Vortrag von Jürgen Pichler, dem Marketingleiter der Doppelmayr Gruppe, bei Doppelmayr zu erleben. Der Vortrag beleuchtete das innovative Storytelling von Doppelmayr, das die Bewegung von Seilbahnen unter extremsten Bedingungen, autonom und zu 100 % elektrisch in den Fokus rückt.
Die geschichtlichen Wurzeln von Doppelmayr reichen bis ins Jahr 1937 zurück, als das Unternehmen seine erste Seilbahn in Zürs baute. Ursprünglich eine Schlosserei und Schmiede, hat sich Doppelmayr im Laufe der Zeit zu einem führenden Hersteller von Seilbahnen und intralogistischen Lösungen (LTW) entwickelt. Mit stolzen 15.400 Seilbahnen und 1.000 LTW-Projekten hat das Unternehmen im Jahr 2023 einen Umsatz von 946 Millionen Euro verzeichnet.
Die Umsatzverteilung zeigt, dass 12 % in Österreich, 20 % in der Schweiz, Frankreich und Italien, sowie 28 % in den USA und Kanada generiert werden. Trotz der hohen Kosten für Skitickets in den USA zwischen 150 und 180 Dollar für ein Tagesticket und 600 Euro für eine Saisonkarte, verzeichneten die Skigebiete während der Corona-Pandemie einen Aufwärtstrend.
Die Umsatzbereiche von Doppelmayr sind vielfältig, wobei 60 % auf den Bergtourismus (Winter und Sommer) entfallen, 20 % auf den urbanen Bereich und weitere 20 % auf Points of Interest (Sehenswürdigkeiten). Die Hauptkonkurrenz kommt von der Firma Leitner im Südtirol.
Doppelmayr hat bedeutende Meilensteine erreicht, darunter die Errichtung der ersten urbanen Bahn in La Paz, Bolivien, im Jahr 2014, die AURO Bahn auf das Matterhorn im Jahr 2020 und im Jahr 2023 einen Weltrekord mit der TRI Line, der ersten Großraumkabine, die beeindruckende 8.000 Personen pro Stunde befördern kann.
Die bahnbrechende Technologie von Doppelmayr erstreckt sich auch auf die Energierückgewinnung, bei der Bahnen Energie beim Herunterfahren erzeugen und diese beim Hochfahren verbrauchen. Die Integration von der Clair Software, einem KI-Rechner an Sesselbahn-Bergstationen für den autonomen Betrieb in der Silvretta und der Schweiz, unterstreicht den technologischen Fortschritt des Unternehmens.
Doppelmayr setzt aktiv auf Social Media-Plattformen wie LinkedIn, Facebook und Youtube und plant, bald auch Instagram einzubeziehen. Zudem wird eine Art WhatsApp (Beekeeper) für dringende Mitarbeitermitteilungen und ein Social Stream für Private Informationen genutzt.
Die Marke Doppelmayr hat sich einem Rebranding unterzogen, wobei alle Marken nun unter dem Doppelmayr-Logo vereint sind. Das Mitarbeitermagazin "Spirit" sowie die Lehrlingskampagne mit dem Titel "No Limit" spiegeln die Unternehmenskultur und das Engagement für Mitarbeiterentwicklung wider. Ein neues, informatives 40-minütiges Werbevideo mit dem Titel "Insights bei Doppelmayr" bietet einen tiefen Einblick in die Welt des Unternehmens und seiner bahnbrechenden Technologien.